Aktuelles

Aktuelles zur Verbundschule Lahr


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18
Nov

Ausbildung der Schulsanitäter

20 Schülerinnen und Schüler der Verbundschule Lahr wurden im Rahmen einer Fortbildung in Erster Hilfe ausgebildet

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18
Nov

Waldtag der 6ten Klassen

Unter dem Motto „Der Wald im Herbst“ fanden die Waldtage für alle 6. Klassen unserer Schule statt. Angeleitet und durchgeführt wurden diese Tage vom …

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26
Oct

Deutscher Tierschutzpreis an Yara Marchioni

Der bundesweit einzigartige Preis zeichnet Tierfreunde für ihren nachhaltigen Einsatz für Tiere aus. Er ist mit insgesamt 7.000 Euro dotiert und wird…

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26
Oct

Tierheimbesuch

Am Montag, den 18.10.21, liefen wir, die Klasse 5a, in unserer Mittagspause zum Lahrer Tierheim. Wir waren sehr gespannt, was wir dort alles entdecken…

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18
Oct

Von Bildung bis Erholung – unser Ausflug in den Wald bei Lahr

    Am Freitag, den 01.10.2021, von 8:00 Uhr bis 12:00 Uhr, gingen wir, die Klasse 7a der Verbundschule Lahr in den Wald oberhalb der Feuerwehrstraße in…

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15
Oct

Pflanzaktion der Klasse 6

Am 6. Oktober fand die Pflanzaktion der Freunde der Landesgartenschau Lahr statt. Insgesamt wurden 7000 Blumenzwiebeln der Sorte Narcisse ice follies…

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Schulentwicklung


Im September 2020 startete die frisch gegründete Verbundschule Lahr im Lahrer Westen in ihr erstes gemeinsames Schuljahr. Rund 850 Schüler und Schülerinnen und ungefähr 70 Lehrkräfte, sowie ein Team für Schulsozialarbeit und Ganztagsbetreuung begannen unter der Leitung des neuen Schulleiters Marco Baumelt ihr gemeinsames Schulleben.

Davor lagen einige Monate intensiver Arbeit, in der die beiden Kollegien der Otto-Hahn-Realschule und der Theodor-Heuss-Werkrealschule aufeinander zukamen und die Idee einer neuen Schule mit Leben und Visionen füllten. Diese intensive Phase wurde bereits durch die Coronapandemie geprägt, welche gemeinsames Planen erschwerte. Dennoch wurde die Verbundschule Lahr noch im Juli 2020 aus den Angeln gehoben und das Schuljahr startete im neuen Verbund: die Schüler der Klassen 5 – 7 allesamt am Standort Otto-Hahn, einige 8. und 9. Klassen waren an der Theodor-Heuss-Schule verortet. Die Planung konnte aus pandemischen Gründen so nicht lange aufrechterhalten werden, so dass bereits im Oktober alle Schüler an den Standort Otto-Hahn wechselten.

Der Standort Otto-Hahn ist aber nur bedingt verwaist: Nun kann der Schulträger am Standort Theodor-Heuss ohne Rücksichtnahme auf Schüler und Unterricht wie geplant in den nächsten Monaten notwendige Sanierungsarbeiten angehen. Ziel ist es, nach Beendigung der Maßnahmen die sogenannte Oberstufe, also alle Schüler der Klassen 9 und 10 in diesem Gebäude zu unterrichten und das bestehende Profil im Bereich Berufsorientierung fortzuentwickeln, so dass die Schüler der Verbundschule auf den Übergang in den Beruf hervorragend vorbereitet werden können.

Im ersten Quartalsbrief – ein Schreiben, das viermal jährlich an die Eltern versendet wird – rief die Schulleitung die ganze Schulgemeinschaft dazu auf, „sich tolerant und rücksichtsvoll zu verhalten, respektvoll miteinander umzugehen und aktiv und bewusst die neue Verbundschule mitzugestalten, für eine nachhaltige und verantwortungsvolle Bildung, (und) für eine gelingende und sinnstiftende Zukunft.“ Die Inhalte sind dem Leitbild entnommen, dass die Schule sich gegeben hat.

Wir richten unser Handeln an den Grundrechten und gemeinsamen Werten aus, deshalb gehen wir höflich, hilfsbereit, respektvoll und tolerant miteinander um.“

(Leitbildentwicklung RS & WRS 2020)

Leider lieferte die Pandemie aber auch hier ihre Stolpersteine, denn an ein gemeinsames Schulleben, in dem diese Werte erlebt und gelebt werden können, war kaum zu denken. Stattdessen war die Schulrealität geprägt von Pausenzonen, Laufwegeplänen, Maskenpflicht – und auch schon bald den ersten Coronafällen.

Im Dezember 2020 lag klar auf der Hand, dass viele gedachte Ideen und geplante Inhalte in naher Zukunft nicht umgesetzt werden würden können. Zwar war das Schulleitungsteam inzwischen durch Ingrid Furrer (1. Konrektorin) und Matthias Laube (2. Konrektor) komplettiert worden, doch statt der Umsetzung schöner Visionen war nun gefragt, stets zeitnah und mit viel Einsatz die immer neuen Vorschriften umzusetzen.

Auf den Lockdown Ende des Jahres 2020 waren die Schüler gut vorbereitet worden. Jedes Kind erhielt noch vor der Schulschließung eine Ausbildung in der Anwendung von MS-Teams und einen eigenen Mailaccount sowie die Office 365 Lizenz. Videounterricht war möglich, aber auch das Einstellen von Wochenplänen zur eigenständigen Erarbeitung von Aufgaben. Familien, die keine eigenen Endgeräte hatten, konnten diese an der Schule leihen. Hier hatte der Schulträger zeitnah und unkompliziert die Weichen gestellt, so dass die mediale Ausstattung, als sie gebraucht wurde, gedeckt war. Schulinterne Prüfungen wurden nach hinten verlegt, gleichzeitig konnten aber die Schüler der Prüfungsklassen durchgängig täglich für vier Unterrichtsstunden in den Haupt- und Wahlpflichtfächern an der Schule unterrichtet werden. Auf diese Weise sind die Schulabsolventen auch im aktuellen Schuljahr gut auf die Abschlussprüfungen vorbereitet worden.

Das gute und in vielen Fällen überdurchschnittlich eingebrachte Engagement der Lehrkräfte soll an dieser Stelle nicht unerwähnt bleiben. Wer von Elternseite Fragen hatte, erhielt Antworten und auch bildungsfernere Familien wurden in diesem Zeitraum aktiv, durchgängig und eng begleitet, um den Schulanschluss nicht zu verlieren. Hier unterstützte auch der eine oder andere Hausbesuch in Zusammenarbeit mit der Schulsozialarbeit. Seit Januar 2021 erleichtert eine gesonderte ElternApp die Kommunikation.

Leider mussten alle größeren Pläne, für außerschulische Veranstaltungen und Ansätze zur Stärkung der Klassengemeinschaft oder der eigenen Persönlichkeitsbildung, fallen gelassen werden. Das heißt aber nicht, dass sie nicht aufgegriffen werden, sobald dies möglich ist. Die Schule erarbeitet derzeit ein Projekt Herausforderung, mit dem sie Kinder und Jugendliche im Bereich „Prävention und Gesundheit“ stark machen will.  Auch der Bereich der beruflichen Orientierung steht in den Startlöchern. Schon die beiden Vorgängerschulen waren seit mehreren Jahren mit dem Boris-Siegel zertifiziert.

  Schüler und Lehrkräfte freuen sich, wenn die Mensa wieder geöffnet hat.

Nach Ostern erlaubten die Inzidenzzahlen des Ortenaukreises wieder eine Rückkehr zum Wechselunterricht, inzwischen sind wieder alle Schüler an jedem Tag in der Schule. Das eingeführte und von der Stadt organisierte Testsystem funktioniert in der Zwischenzeit als Routine und gibt allen am Schulleben Beteiligten Sicherheit.

Weitere Lockerungen ermöglichen es nun, auch wieder eintägige Ausflüge zu machen und durch Streitschlichter- oder Schulsanitäterausbildung das Schulleben zu bereichern. So wird zum Ende des Schuljahres auch wieder der Ganztag aufgegriffen und der Blick kann sich nun endlich auch wieder auf die eigentliche Schulentwicklung richten. Unterricht und Erziehung müssen in einer Schule im 21. Jahrhundert Hand in Hand gehen, um Kinder bestmöglich auf das Leben vorzubereiten.

Ein Résumé der Schulleitung: Die Verbundschule Lahr ist entstanden, weil zwei Schularten ihre Stärken zusammenbringen wollten, um mögliche Schwächen der Schüler schnell aufzufangen. Hier stehen wir vor einer großen Herausforderung. Wir möchten leistungsmotivierten Realschülern den Raum bieten, sich frei zu entfalten, einen soliden fachlichen Unterricht zu genießen und sich in einer positiven Persönlichkeitsentwicklung zu erfahren und selbstwirksam zu erleben. So führen wir zum Beispiel schon seit Jahren erfolgreich einen bilingualen Zug, in dem starke Schüler bereits ab Klasse 5 in einem gezielten Curriculum Fachunterricht in der englischen Sprache erhalten. Besonders erfolgreiche Grundschüler, die nicht auf das Gymnasium wechseln wollen, entscheiden sich gerne für diesen Weg.

Gleichzeitig sollen aber auch Schüler, deren schulischer Weg aus verschiedenen Gründen nicht glatt ist, an der Schule und in der baden-württembergischen Bildungslandschaft ankommen können und ihren Wertekanon stärken, um am Ende mit einem guten Abschluss in den Beruf und das eigentliche Leben zu starten.

Zum Ende dieses Schuljahres und mit Blick auf die Pandemie, die nun bestenfalls im Abklang ist, bliebe noch zu erwähnen, dass die vergangenen Monate natürlich nicht spurlos am Leben und der Bildungsvermittlung von Schülern vorüber gegangen sind. Wie bereits zu den letzten Sommerferien, werden auch in diesem Jahr Lernbrücken angeboten. Lehrkräfte erstellen derzeit ihre Einschätzung, welche Kinder hierfür in Frage kommen könnten, um gut gefördert in das neue Schuljahr zu starten.

Gleichzeitig bietet die Verbundschule Lahr in Kooperation mit dem Scheffelgymnasium eine sogenannte Sommerschule an. Diese findet in der letzten Sommerferienwoche statt.

Die Delle, welche die Coronazeit hinterlässt, wird dennoch nicht in einem unterstützenden Kurs geglättet werden können. Neben dem Aufbau einer neuen Schule, die mit der Aufforderung „Miteinander leben wir aktiv und bewusst unsere Schule“ wirbt, wird die Arbeit aller Verantwortlichen vor Ort in der nächsten Zeit weiterhin von der Frage geprägt sein, wie Schüler je nach Fach, Jahrgangsstufe oder persönlicher Situation abgeholt werden können, welche Leerstellen gefüllt werden müssen  und an welcher Stelle der Mut zur Lücke sich bewähren kann. Ganz sicher ist jedoch, dass an der Verbundschule eine Atmosphäre entstehen soll, in der alle am Schulleben Beteiligten friedvoll miteinander umgehen und ein Bewusstsein entsteht, dass jeder ein Recht darauf hat, respektiert und toleriert zu werden.

 

Herzlichst


Marco Baumelt-Huber                        Ingrid Furrer                        Matthias Laube
(Rektor)                                              (1. Konrektorin)                   (2. Konrektor)