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18
Oct

Segeltörn der Klasse 9b im Ijsselmeer

Segeltörn der Klasse 9b im Ijsselmeer – von Windstärke 7 bis 0 und getesteter Wassertemperatur von 14°C. (Von Gemma Pervito 9b)

Am Sonntagmorgen um 9 Uhr - in letzter Minute vollständig – sind wir in Offenburg mit dem Zug losgefahren und nachmittags in Kampen/Niederlande angekommen. Um 19 Uhr durften wir auf unser Schiff „Pouwel Jonas“, wir konnten unsere Zimmer beziehen und unser Skipper Markus und die Matrosin Ronja haben uns die wichtigsten Regeln erklärt, damit auch niemand von Bord fällt.

Nach dem Frühstück am Montagmorgen sind wir alle an Deck gegangen und haben geholfen die Segel zu setzen und mit Achterknoten festgezurrt. Das Wetter war an dem Tag nicht so gut: Regen und Windstärke 7. Unser Schiff hat sehr stark geschaukelt und viele waren seekrank, aber wir sind vorangekommen und Enkhuizen war unser erster neuer Hafen. Dort hatten wir Freizeit. Am Abend waren wir alle wieder auf dem Schiff und haben gegessen, was uns die Kochgruppe gekocht hat.

Am Dienstag haben wir wieder die Segel gesetzt und sind losgesegelt. Am zweiten Tag war das Wetter etwas besser, weniger Wind und wir kamen nach ca. 5 Stunden in Lemmer an. Dort gab es voll viele Läden und wir durften ein paar Stunden shoppen gehen. Am Abend haben wir wieder zusammen gegessen, was die Kochgruppe eingekauft und gekocht hat und um 23 Uhr haben wir dann wie jeden Abend unsere Handys abgegeben und sind schlafen gegangen.

Am Mittwoch nach der Morgenroutine sind wir weitergesegelt. Während der Fahrt waren viele auf dem Deck, an dem Tag durften wir auch am Schiffsruder stehen und lenken. Am Klüverbaum, dem vordersten Mast, gab es ein Klüvernetz, dass wir runterlassen und uns zu zweit reinlegen konnten. Da es nicht so windig war, haben wir länger gebraucht als gedacht und sind nach ca. 5 Stunden in Urk - der einzigen Stadt mit Strand - angekommen. Nachdem wir am Abend viele Bilder am Strand mit Sonnenuntergang geschossen hatten, haben wir wieder zusammen gegessen. An diesem Abend haben wir auf dem Nachbarschiff eine Klasse aus einer Mädchenschule kennengelernt …

An unserem letzten Tag war es leider absolut windstill, wir konnten keine Segel setzen und mussten mit Motor fahren. Da es aber sehr sonnig und warm war, haben wir an einem Platz angelegt, wo wir schwimmen konnten. Das Wasser war eiskalt, aber fast alle sind geschwommen, allerdings nur ein paar Minuten, manche sind auch Kanu gefahren. Nach dem Schwimmen konnten wir zum Glück heiß duschen, sonst wären wir wohl alle erfroren. Kurz vor Kampen konnten wir nicht weiter, weil die Brücke wegen eines Softwarefehlers nicht hoch ging. Wir hatten kein Essen, keinen Strom für unsere Handys ;( und wussten nicht, wann wir wieder losfahren konnten. Weil wir kein Essen hatten, wurde Frau Bergis mit einem Schlauchboot zum Einkaufen abgeholt, während wir mit Frau Guth auf dem Schiff geblieben sind. Wir haben uns alle ein bisschen Sorgen gemacht, ob wir am nächsten Morgen unseren Zug erreichen würden, aber am Abend ging die Brücke auf und wir konnten weiter. Als wir endlich in Kampen ankamen, durften wir trotz der späten Zeit noch an Land, während Frau Bergis und Frau Guth gekocht haben und um 23 Uhr haben wir ein letztes Mal in unseren Kojen geschlafen.

Am Freitagmorgen haben wir alles aufgeräumt, uns von der Crew verabschiedet und sind mit unserem jetzt noch schwereren Gepäck …. holländische Süßigkeiten 😉 zum Bahnhof, um mit mehreren Umstiegen und sehr vollen Zügen am späten Nachmittag wieder in Offenburg anzukommen.

Die Klassenfahrt hat echt Spaß gemacht, auch wenn es manchmal saukalt war. Wir haben uns alle besser kennengelernt.  Würden wir es nochmal machen?  Auf jeden Fall. 😊                                                                                              

 

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